Der nackte Wahnsinn (Noises Off)
Der nackte Wahnsinn (Noises Off)
Fotograf: Björn Hickmann / Stage Picture
Hergard Engert [Dotty Otley (Mrs. Clackett)]
Der nackte Wahnsinn (Noises Off)
Fotograf: Björn Hickmann / Stage Picture
Johanna Freyja Iacono-Sembritzki [Brooke Ashton (Vicki)], Philipp Alfons Heitmann [Garry Lejeune (Roger Tramplemain)]
Der nackte Wahnsinn (Noises Off)
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Der nackte Wahnsinn (Noises Off)
WEITERE BILDER
premiere

Michael Frayn

Der nackte Wahnsinn (Noises Off)


# Augen zu und durch!
Premiere am 19.11.2016, Schauspielhaus
 
Komödie


Besetzung
Autor Michael Frayn
Regie Antje Thoms
Bühne / Kostüme Britta Lammers
Dramaturgie Reinar Ortmann
Dotty Otley (Mrs. Clackett) Hergard Engert
Garry Lejeune (Roger Tramplemain) Philipp Alfons Heitmann
Brooke Ashton (Vicki) Johanna Freyja Iacono-Sembritzki
Frederick Fellowes (Philip Bren) Stefan Schleue
Belinda Blair (Flavia Brent) Juliane Pempelfort
Selsdon Mowbray (Einbrecher) Joachim Berger
Lloyd Dallas Richard Lingscheidt
Poppy Norton-Taylor Alina Wolff
Tim Algood Pablo Guaneme Pinilla
weitere Termine

Pressestimmen

Neuss-Grevenbroicher Zeitung, 21.11.2016

Dass Stefan Schleue so gut so schlecht spielen kann! Und Philipp Alfons Heitmann auch. Und Hergard Engert, und Johanna Freya Iacono-Sembritzki, und Juliane Pempelfort. Und Joachim Berger erst! Knallchargen sind sie - zumindest in ihren Rollen als Schauspieler Fellowes, Garry Lejeune, Dotty Otley, Brooke Ashton, Belinda Blair und Selsdon Mowbray in Michael Frayns Komödie "Der nackte Wahnsinn".

Klingt kompliziert und ist es auch. Die wahre Regisseurin Antje Thoms macht es nicht leichter, indem sie in dieses Stück mit doppeltem Boden noch eine dritte Ebene einzieht, die auf das reale Abstecher-Theater RLT abzielt. So geht diese Truppe um den schwer genervten Regisseur Lloyd Dallas (Richard Lingscheidt) und seine beiden fast stoischen Mitarbeiter Poppy (Alina Wolff) und Tim (Pablo Guaneme Pinilla) auf Tournee nach Neuss, Radevormwald oder Heinsberg und nicht durch die englische Provinz.

Helga Bittner

Theater-WG, 20.11.2016

Die Schauspieler – also die echten jetzt – geben sich aber auch größte Mühe, ihre Rollen und die Rollen dieser Rollen so karikiert wie möglich darzustellen. Herausragend in dieser Hinsicht ist Philipp Alfons Heitmann, der seinen Rollen einen sehr bipolaren Touch verpasst: Als Garry wirkt er genervt von Regisseur Lloyd, fetzt sich bereits zu Beginn heftig mit ihm, stellt die klassische männliche Diva dar, die es im Theater ja auch geben soll. Als Roger aber wird jeder Satz, jede Bewegung von ihm zum großen Lacher.
[…]
Zum heimlichen Publikumsliebling entwickelt sich schnell Selsdon Mowbray (Joachim Berger), der den Einbrecher spielt.
[…]
[…]das konnten alle genießen: Die Schauspieler, die einfach mal ausrasten können, sowie die Zuschauer, die wissen, dass es sich hierbei um ein „gespieltes“ Stück handelt, sich also keine Sorgen machen müssen, dass sie sich hier gerade eine echte Misere ansehen müssen. Das erleichtert. Hierdurch können wir uns in die Sitze zurücklehnen und einfach lachen. Und so nimmt die Katastrophe ihren Lauf, das waren zweieinhalb Stunden nackter Wahnsinn.
[…]
Wir weisen darauf hin, dass die Spieler zweieinhalb Stunden – zwar mit einer kleinen Pause, aber dennoch – mit 110% Energie performt haben ohne durchzuhängen um am Ende noch mal 10% mehr zu geben. Wir sind begeistert, dass das RLT es geschafft hat, ein Stück, das eigentlich auf einer Drehbühne gespielt werden muss, auf die heimischen Verhältnisse anzupassen und eine selbst drehbare Kulisse zu schaffen, und so dem Text von Michael Frayn gänzlich gerecht wird. Ein flammendes Plädoyer. Das muss auch mal sein!

Marius Panitz | Theater-WG

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Weitere Rezensionen unserer Theatertester finden Sie hier.

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„Wir konzentrieren uns jetzt auf die Türen und Sardinen. Auftritte, Abgänge, Sardinen rein, Sardinen raus. Das ist Farce. Das ist Theater. Das ist Leben.“ Regisseur Lloyd Dallas steht kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Es ist der Tag der Generalprobe, kurz vor Mitternacht. Schon morgen soll die neue Komödie ‚Nackte Tatsachen‘ ihre Premiere feiern, doch die Schauspieler können sich weder ihren Text merken noch wissen sie, wann sie durch welche Tür auftreten sollen. Es herrscht das reinste Chaos. Doch nicht nur auf der Bühne, sondern auch hinter den Kulissen geht es hoch und vor allem heiß her. Liebesgeschichten mit derzeitigen und ehemaligen Partnern, Neid, Geltungsbedürfnis und Rampensaugehabe – im Backstage-Bereich ist der Teufel los. Das Problem daran: es gibt kein Entkommen, die Premiere muss stattfinden, denn direkt im Anschluss beginnt die gemeinsame zehnwöchige Tournee …
„Der nackte Wahnsinn“ ist ein Dauerbrenner unter den Komödien: witzig, überraschend, absurd und natürlich turbulent. Der Zuschauer bekommt dreimal den ersten Akt des Stückes „Nackte Tatsachen“ zu sehen, aber von Mal zu Mal geraten die Schauspieler in einen desolateren Zustand, Kleinkriege werden getreu dem Motto „Jeder gegen jeden“ auf offener Bühne ausgetragen und der Wahnsinn bricht sich Bahn. Ein irrsinniger Spaß für jeden, der dabei ist.

Wenn Sie mehr wissen wollen

Der Autor Michael Frayn im Porträt

Mit dem Theateralltag beschäftigt sich das Institut für Alltagsforschung

Weitere interessante Literatur zum Thema findet ihr im Theaterregal der Neusser Stadtbibliothek.