Das kunstseidene Mädchen
Das kunstseidene Mädchen
Fotograf: (Foto: Björn Hickmann / stage picture)
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WEITERE BILDER
wiederaufnahme

Irmgard Keun

Das kunstseidene Mädchen


Nach dem Roman von Irmgard Keun, Bühnenfassung von Gottfried Greiffenhagen


Besetzung
Autor Irmgard Keun
Regie Sebastian Zarzutzki
Bühne Sarah Durry
Kostüme Alide Büld
Dramaturgie Alexandra Engelmann
Doris Anna Lisa Grebe

Deutschland, zu Beginn der 30er Jahre: die ersten Schatten der Nazi-Diktatur fallen auf die wankelmütige Demokratie. Die 18-jährige Sekretärin Doris verlässt ihre rheinische Provinzheimat, um die große Welt zu erobern. Die große Welt, das ist für sie die pulsierende Metropole Berlin. Hier möchte Doris „ein Glanz“ werden und stürzt sich in das Leben der Tanzpaläste, Cafés und Bars. Für ihren Traum von Liebe, Luxus und Karriere in der Weltstadt ist sie bereit, aufs Ganze zu gehen. Sie macht Konversation, lässt sich in vornehme Lokale einladen, testet ihren Marktwert und bleibt doch allein. Ihre Affären mit Männern der „besseren Gesellschaft“ sind von kurzer Dauer, die erträumte Karriere bleibt aus. Doch Doris gibt trotz aller Rückschläge nicht auf und versucht, ihren Platz in der großstädtischen Vergnügungswelt zu finden.

Der glitzernd-bunten Scheinwelt der Film- und Schlagerstars steht der glanzlose Alltag mit Massenarbeitslosigkeit, Kriminalität und vor allem oberflächlichen Männerbekanntschaften entgegen. Irmgard Keun ist mit ihrem Roman eine brillante Zeitkritik Deutschlands in den 30er Jahren gelungen – satirisch und unterhaltend, emotional und berührend. Musikalische Einlagen verleihen dem Theatersolo zusätzlich Atmosphäre. Anna Lisa Grebe spielt und singt die vor Lebensenergie sprühende Doris.