Jonas Hassen Khemiri

≈ [ungefähr gleich]


#Ein kurzer Traum vom Glück
Premiere am 17.03.2018, Schauspielhaus
 
Schauspiel



Fünf Menschen versuchen, sich im Leben zu behaupten und Teil der durchökonomisierten Welt zu werden: Andrej kämpft erfolglos um eine erste Stelle. Martina hasst ihren langweiligen Kioskjob und träumt von einem eigenen Bio-Hof. Ihr Freund Mani ist Wirtschaftswissenschaftler ohne Festanstellung, der sich wünscht, das System von innen heraus verändern zu können. Freja hat ihre Stelle verloren und sich an ihrer Nachfolgerin durch einen kräftigen Schubs vors Auto gerächt. Peter verweigert sich dem Markt, er ist obdachlos und verdingt sich als Bettler. Doch gelten für ihn tatsächlich andere Regeln als für die anderen?

In kurzen Szenen lässt Khemiri ein Kaleidoskop gescheiterter Existenzen entstehen, deren Schicksale zunächst nichts miteinander zu tun haben. Doch nach und nach verzahnt er die unterschiedlichen Erzählstränge, und so ergibt sich ein neues Gesamtbild. Welchen Wert hat das einzelne Individuum in unserer Gesellschaft? Khemiris Figuren taumeln zwischen Anpassung und Ablehnung in der gesellschaftlichen Ordnung hin und her, sie alle eint die ungefähr gleiche Sehnsucht danach, glücklich zu sein.