Herz der Finsternis
Herz der Finsternis
Fotograf: Björn Hickmann / Stage Picture
Pablo Guaneme Pinilla, Stefan Schleue
Herz der Finsternis
Fotograf: Björn Hickmann / Stage Picture
Josia Krug, Pablo Guaneme Pinilla, Philipp Alfons Heitmann, Linda Riebau, Stefan Schleue
Herz der Finsternis
Herz der Finsternis
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Herz der Finsternis
WEITERE BILDER

Joseph Conrad

Herz der Finsternis



Premiere am 16.03.2019, Schauspielhaus
 
Romanadaption


Pressestimmen

Theater-WG, 17.03.2019
„Bewusst sollte die Inszenierung stark reduziert werden, die Bühne und die Kostüme, für die Jule Dohrn-van Rossum zuständig ist, sind einfach gehalten, genau wie die Videoprojektionen, für die ebenfalls Jule Dohrn-van Rossum, gemeinsam mit Frank Scheewe zuständig ist. […]Nur die für das Rheinische Landestheater schon fast typischen Wechsel der Körperlichkeiten und der Sprache verhelfen den Darstellern, auf der Bühne in andere Rollen zu schlüpfen. Und dies gelingt ihnen immer wieder auf eindrucksvolle Art und Weise.“
Werner Alderath
Hier geht es zur Online-Kritik.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung, 18.03.2019
„Selten hat man am RLT einen derart intensiven Abend erlebt. Spielarm? Vielleicht. Kopftheater? Ja. Nachwirkung? Zweifellos.“
Claus Clemens
Hier geht es zur Online-Kritik.

Ende des 19. Jahrhunderts heuert der Seemann Marlow für eine belgische Handelsgesellschaft auf einem Dampfschiff auf dem Kongo an. Er soll auf dem Fluss weit in das Herz Afrikas vordringen, um in den Tiefen des Kontinents einen mysteriösen Handelsagenten namens Kurtz aufzuspüren. Dieser soll der erfolgreichste Elfenbeinhändler der Region sein. Er hat sich ein gottgleiches Imperium geschaffen, über das er unumschränkt herrscht. Von düsterer Faszination angetrieben, begibt sich Marlow auf die Suche nach dem geheimnisvollen Mann und wird dabei mit der Brutalität des Kolonialismus konfrontiert – und mit den Abgründen des eigenen Ich. Marlow sieht ein Land, das leidet und dessen Bevölkerung von den Belgiern im Auftrag König Leopold II. ausgenutzt und geknechtet wird. Was Marlow auf dieser Reise sieht und erlebt, wird er nie vergessen können.
Joseph Conrads Erzählung zeigt, wie schmal der Grat zwischen Zivilisation und Barbarei ist.

Seine Beschreibung, die auch Francis Ford Coppola zu seinem Meisterwerk „Apocalypse Now“ inspirierte, entlarvt die schonungslose Repression der Kolonialpolitik. Sie schaffte wirtschaftliche Macht- und Ausbeutungsstrukturen, die im 19. Jahrhundert maßgeblich für den Aufschwung der europäischen Nationalstaaten war, und von denen Europa zulasten des Afrikanischen Kontinents heute noch profitiert.

Joseph Conrad (1857-1924) war gebürtiger Pole, verließ aber seine Heimat und heuerte mit 17 Jahren in Frankreich als Matrose an. Viele Schauplätze und Figuren seiner Werke entstammen seinen abenteuerlichen Seereisen. So ist auch die Erzählung „Herz der Finsternis“ weitgehend autobiographisch.

Wenn Sie mehr wissen wollen
"Blinde Flecken" - Essay von Dramaturg Sebastian Zarzutzki