KÖNIG LEAR

KÖNIG LEAR

SCHAUSPIEL von William Shakespeare in einer Übersetzung und Bearbeitung von Thomas Melle

König Lear ist müde. Nicht nur das Alter, auch die sich verändernde Welt, in der alte weiße Männer keine Rolle mehr zu spielen scheinen, macht ihm zu schaffen. So entscheidet er die alleinige Macht aufzugeben und die Amtsgeschäfte zu gleichen Teilen seinen drei Töchtern anzuvertrauen. Da Verbundenheit und Emotion das tiefste Fundament der Machterhaltung bilden, verlangt er als Gegenleistung lediglich, dass sie ihm ihre Liebe bekunden. Schnell finden Goneril und Regan blumige Worte, Cordelia aber weigert sich und wird vom gekränkten König verbannt. Doch auch wenn Worte Wirklichkeiten schaffen können, so entpuppen sich die Liebeserklärungen bald als leere Bekundungen. Vom Vater wollen die zwei nun mächtigen Schwestern nichts mehr hören, der Machtumsturz wird mit aller Gewalt rücksichtlos realisiert. In seiner Bearbeitung fokussiert Thomas Melle die Ablösung des alten patriarchalen Systems durch eine neue Ordnung und fragt, ob es reicht, nur die Figuren auszutauschen, ohne die Regeln zu ändern, damit am Ende nicht doch das alte Spiel gespielt wird.

Die nächsten Termine

Fr, 21. Jun 20.00 Uhr | RLT Schauspielhaus
KÖNIG LEAR
30 Minuten Einführung vor der Vorstellung im Foyer.

Pressestimmen


„Die letzte Inszenierung in der Zeit der Intendanz von Caroline Stolz war ein gewaltiges Endspiel. Mit Shakespeares „König Lear“ einen Schlussakkord zu setzen, das traf ins Herz des Neusser Publikums. (…) In seiner Inszenierung des gekürzten Shakespeare Dramas hat der Regisseur Tom Gerber lediglich einige Akzente verschoben. (…) Langer Applaus für diesen Theaterabend.“

- Claus Clemens, Neuss Grevenbroicher Zeitung

 

„Die Inszenierung am Rheinischen Landestheater bewältigt das in der Inszenierung von Tom Gerber achtbar. (…) Die interessanteste Figur ist dabei, neben Schleues Lear, der von Antonia Schirmeister gespielte Narr, hinter dem sich Lears (einziger) Vertrauter Graf von Kent verbirgt. (…) Annähernd vergleichbar damit ist der ebenfalls gutartige Edgar (Benjamin Schardt), der sich in seiner Verpuppung als Idiot „Major Tom“ nennt.“

- Martin Krumbholz, Die deutsche Bühne


 

Besetzung

Inszenierung, Bühne und Kostüme:
Dramaturgie:
Regieassistenz/Inspizienz:
Leonie Stäblein
TheaterAktiv:
Regieassistenz/Inspizienz:
Regiehospitanz:
Silja Lorenz
Musik:
Tobias Flaskamp