Nathan@WhiteBoxX

nach Gotthold Ephraim Lessing

Keine Termine in Planung.
Dauer: 60 Minuten

Nathan verliert bei einem Brandanschlag Frau und Kinder. Das religiös motivierte Verbrechen christlicher Tempelritter stürzt den Juden Nathan in eine tiefe Sinnkrise. Soll er Gleiches mit Gleichem vergelten? Er widersteht der Rache, entscheidet sich für den Weg der Vernunft und wird unversehens Ziehvater eines getauften Mädchens. Jahre später droht sich die Geschichte zu wiederholen, als sein Haus erneut in Flammen steht. Ausgerechnet ein christlicher Tempelritter eilt diesmal zur Hilfe und rettet Nathans Tochter. Eine göttliche Fügung? Doch von welchem Gott? Denn der junge Retter selbst verdankt sein Leben dem muslimischen Oberhaupt Saladin. Der wiederum benötigt nun die Hilfe von Nathan, sowohl finanziell als auch philosophisch. Kann Nathan ihm anhand der Ringparabel darlegen, welche Religion - Judentum, Islam oder Christentum - die wahre ist, oder kommt es vielleicht gar nicht darauf an?

Lessings »Nathan der Weise« ist ein aufklärerisches Plädoyer für mehr Miteinander. Es wendet sich gegen kulturelle Differenzkämpfe und entwirft ein Weltbild, in dem alle Menschen und ihre Religionen aufs Engste miteinander verbunden sind. Im RLT-Format WhiteBoxX befragen wir die Aktualität dieses Klassikers und vermischen dabei traditionelle Inszenierungspraxis mit zeitgenössischer Konzentration auf das Wesentliche.

Hier geht es zum digitalen Programmheft:

NATHAN@WHITEBOXX - Rheinisches Landestheater Neuss (rlt-neuss.de)

Unser erfolgreiches Format geht weiter: Ab Spielzeit 2022/23:
DIEVERWANDLUNG@WHITEBOxX
Klassiker nach Franz Kafka

Wer mehr erfahren möchte: Theaterförderung | Kultursekretariat NRW Gütersloh

Besetzung

Saladin
Juliane Pempelfort und Anna Sonnenschein
Recha/Tempelherr
Daja/Al-Hafi/Patriarch

 

Künstlerische Leitung
Sounddesign
Markus Andreas Klauk
Dramaturgie
TheaterAktiv

Pressestimmen

"Dieses Plädoyer verkörpern nur drei, allerdings geniale Mitglieder des RLT-Ensembles. Carl-Ludwig Weinknecht ist ein überzeugender Nathan. Er verantwortet auch die künstlerische Leitung. Juliane Pempelfort und Anna Sonnenschein sorgen in wechselnden Rollen für viel Tempo und gelegentlich Gänsehaut, vor allem, wenn sie in fein abgestimmten Unisono fordern „Geld, Geld, Geld!“.

Das Trio sorgt in einer konzentrierten und mitreißenden Inszenierung dafür, dass „Nathan der Weise“ auch 240 Jahre nach seiner Entstehung nicht an Aktualität verloren hat. Die Dramaturgie verantworteten Christofer Schmidt, Alexander Olbrich und Eva Veiders."

Hansgeorg Marzinkowski, NGZ

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