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Nelly Politt

Nelly Politt

Nelly Politt, *1993 in Wermelskirchen, tanzte im Anschluss an einen halbjährigen Auslandsaufenthalt in Australien zwei Jahre lang in „Kontakthof mit Teenagern ab ‚14‘ “ für das Tanztheater Pina Bausch. Sie absolvierte ein Studium der Theater- und Sozialwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum, das sie mit einem Bachelor of Arts abschloss. Während eines Gastengagements bei den Wuppertaler Bühnen spielte sie in der Produktion DIE WUPPER (Regie: Stephan Müller, 2015). Bereits als Kind war sie regelmäßig als Sprecherin in Features und Hörspielen für WDR, SWR und Deutschlandradio tätig, was sich bis heute fortsetzt. Nelly Politt studierte von 2015 bis 2019 Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Im Studiojahr Schauspiel war sie in der Spielzeit 2017/18 Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt. Im Fernsehen war sie zuletzt zu sehen in LEHMAN. GIER FRISST HERZ (Das Erste, Regie: Raymond Ley, 2018).

 

Was ist die tollste Stadt der Welt?

Ich kann nicht zuverlässig sagen, welche die tollste Stadt der Welt ist, denn ich habe bei Weitem nicht genug gesehen. Ich bin ja noch so jung, man sollte lieber nicht auf mein Urteil vertrauen. Im Moment ist Amsterdam aber ziemlich hoch im Kurs bei mir. Mit ihren Grachten erinnert die Stadt an Venedig, mit ihren Museen an London, mit ihren Boutiquen an Stockholm. Wenn man also Amsterdam besucht, hat man gleich drei weitere Städte in einem. Außerdem sieht es ja so aus, als gehe Holland bald unter. Dann lieber noch schnell dahin!

 

Was würdest du gerne können?

Ich würde gerne Dialekte sprechen können. Das ist wirklich, das gebe ich offen zu, etwas, das ich überhaupt nicht beherrsche. Und dabei kann man damit immer so leicht die Leute unterhalten. Bei einem Weihnachtsmärchen in der Schauspielschule habe ich mal versucht, Kölsch zu imitieren. Leider hat mich keiner verstanden. Aber das war immerhin ein Anfang.

 

Worauf freust du dich in den nächsten Monaten am meisten?

Kaum erwarten kann ich natürlich, mir in den nächsten Monaten ausgiebig die Seele aus dem Leib zu spielen. Es gibt aber noch etwas: Weil ich ursprünglich aus Wuppertal komme, habe ich in der Umgebung noch ziemlich viele Freunde. Die schleppe ich jetzt alle peu à peu ins Rheinische Landestheater. Das füllt die Reihen und die Premierenfeiern.

 

Wogegen lohnt es sich zu kämpfen?

Der politische Essayist Stéphane Hessel hat mal ein Buch geschrieben mit dem Titel „Empört euch!“. Leute, die sich permanent über alles empören, sind nervig. Aber ich mochte das Buch, weil ich glaube, dass es sich lohnt, gegen Lethargie und Entpolitisierung zu kämpfen. Als Kind wollte ich immer Schauspielerin oder Bundeskanzlerin werden. Jetzt wisst ihr, mit wem ihr’s zu tun habt.

 

Wie war dein erster Kuss?

Mein erster Kuss war ein Kirschenkuss. In der Schule haben wir immer „Kirschenküssen“ gespielt. Da geht es darum, sich auf verschiedene Arten zu küssen. „Kirsche“ heißt Kuss auf die Lippen, „Erdbeere“ heißt Zungenkuss. Bei dem Spiel habe ich fröhlich von sämtlichen Klassenkameraden und -kameradinnen meine ersten Küsse ergattert. Ich fand’s super!

 

Was ist Familie?

Bei mir zuhause hängt am Kühlschrank ein Bierdeckel mit dem Slogan: Familie ist das wichtigste im Leben. Und das ist auch so! Denn Familie vergeht nicht, Blut ist Dicker als Wasser. Aber dann gibt es ja auch noch das Theater und das ist auch eine Familie. Alle zusammen, ich finde das schön!

 

Stücke mit Nelly Politt
Streichholz­schachtel­theater
Ensemble

 

Medien mit Nelly Politt
Nelly Politt
Freitag, 20.September
Studio
Faust @ WHITEBOXX
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