Tom Lanoye

Mamma Medea



Premiere am 15.09.2018, Schauspielhaus
 
Schauspiel


Besetzung
Autor Tom Lanoye
Regie Ronny Jakubaschk
Bühne / Kostüme / Video Marina Stefan
Dramaturgie Sebastian Zarzutzki
Medea Juliane Pempelfort
Aietes, ihr Vater / Sportlehrer Rainer Scharenberg
Chalkiope, Medeas Schwester / Kirke, ihre Tante Kathrin Berg
Apsyrtos, ihr Bruder Christoph Bahr
Melas, ihre Nichte / Kreusa, Prinzessin von Korinth Anna Lisa Grebe
Jason, Anführer der Argo Philipp Alfons Heitmann
Telamon, sein Kamerad Pablo Guaneme Pinilla

Um das legendäre Goldene Vlies zu bekommen, muss der Grieche Jason auf der Insel Kolchis eine tödliche Probe bestehen. Die Königstochter Medea verliebt sich in den Fremden. Sie ist bereit, ihm mit Zauberkraft zu helfen. Als seine Ehefrau verlässt sie mit ihm ihr Heimatland, verrät für seine Freiheit ihre eigene Familie und lockt sogar den eigenen Bruder in einen tödlichen Hinterhalt. Doch als zehn Jahre später Jasons Liebe zu Medea erlischt und er sie für die Heirat mit einer anderen in die Verbannung schicken will, ist Medeas Rache grausam.

Ausgehend von der „Argonautica“ des Apollonius von Rhodos und Euripides‘ „Medea“, entwirft der Autor Tom Lanoye eine ebenso märchenhafte wie moderne Fassung des zeitlosen Klassikers und kontrastiert saloppe Alltagssprache mit poetischem Blankvers. Er erzählt von schicksalhafter Verstrickung, Leidenschaft, enttäuschter Hoffnung und Fremdheit. Dabei ist es nicht nur die Fremdheit der Kulturen, sondern vielmehr die Fremdheit des menschlichen Miteinanders und die Fremdheit vor sich selbst, die zur Katastrophe führen.

Der Belgier Tom Lanoye, 1958 geboren, ist preisgekrönter Romanautor, Dramatiker, Performer und Übersetzer. Mit seiner furiosen Fassung von Shakespeares Rosenkriegen unter dem Titel „Schlachten“ ist er in ganz Europa bekannt geworden.