Die kurze Geschichte der Menschheit
Die kurze Geschichte der Menschheit
Fotograf: Björn Hickmann (stage pictures)
Kathrin Berg, im Hintergrund: Rainer Scharenberg
Die kurze Geschichte der Menschheit
Fotograf: Björn Hickmann (stage pictures)
Johanna Freyja Iacono-Sembritzki, Richard Lingscheidt, Kathrin Berg, Rainer Scharenberg
Die kurze Geschichte der Menschheit
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WEITERE BILDER
premiere
vorspiel

Sebastian Zarzutzki

Die kurze Geschichte der Menschheit


Uraufführung
Premiere am 10.11.2018, Schauspielhaus
 
Uraufführung
Eine Weltuntergangsrevue


Samstag, 10. November 2018, 20.00 Uhr
ca. 75 Minuten (keine Pause) | Schauspielhaus
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Pressestimmen

Der Opernfreund, 11.11.2018
„Grandios hat Regisseur Sebastian Zarzutzki für das Rheinische Landestheater Neuss das internationale Erfolgsstück von Yuval Noah Harari bearbeitet und die 500 Seiten in kurzweilig fulminante Bühnenhandlung übertragen. Dass das so brillant gelungen ist, liegt an einem Quartett junger dynamischer, textverständlich sprechender und auch noch meist passabel singender junger Schauspieler, zu denen man der Theaterleitung des RLT nur gratulieren kann.“
Peter Bilsing
Hier geht es zur Online-Kritik.

Theater-WG, 11.11.2018
„Kein einfacher Stoff für eine Theaterbühne, denn man muss es erst einmal schaffen, dieses knapp 500 Seiten dicke Buch so zu verdichten, dass man es sich als Zuschauer auch ansehen kann. Doch Regisseur Sebastian Zarzutzki ist dies mit seiner Weltuntergangsrevue gelungen. Mit Hilfe von pointierten Texten, aber auch verschiedenen Hits aus den letzten 30 Jahren, setzt das gesamte Ensemble Akzente, die zum Nach- vor allem aber Umdenken anregen sollen.“
Werner Alderath
Hier geht es zur Online-Kritik.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung, 12.11.2018
„Mal augenzwinkernd, mal hämisch, mal süffisant, mal aggressiv präsentiert – wobei die vier Schauspieler immer den richtigen Ton treffen.“
Helga Bittner

WDR5 Scala, 12.11.2018
„Ein wildes Völkchen tritt an zur fröhlichen Weltuntergangsrevue: mit hochgesteckten Haaren, reichlich Schminke und bunt-schrillen Kostümen erinnern sie an die schillernden 80er mit Punk, Aerobic und Video-Clips von David Bowie. […] Das Ensemble singt mit Bravour und bringt auch die sachlichen Texte lebendig über die Rampe. Die Mischung passt. Am Ende bleibt uns die finale Warnung vor dem drohenden Weltuntergang nicht erspart: Massentierhaltung, Kapitalismus, Ressourcenverschwendung, Klimawandel werden als drängende Probleme aufgezählt. Die sind nicht neu, aber hier eindringlich treffend bemerkt.“
Martin Burkert

WDR3 Mosaik, 13.11.2018
„Es ist ein sehr kurzweiliger Abend, den ich auch relativ zynisch fand. Wenn man sich das Buch von Harari vor Augen führt, der den Menschen als das mörderischste Säugetier charakterisiert, das je auf der Erde gelebt hat. Es ist ein Buch, das ungeheuer lehrreich und anregend ist, bei dem man beim Lesen fast schon ein bisschen mulmiges Gefühl bekommt. Und da hat man auf der anderen Seite einen Theaterabend, der diese Thesen aufgreift in Form einer „Revue“ Da wird der potenziell selbst verschuldete Untergang des Menschen mit stimmungsvollen Liedern dekoriert. Das ist schon ziemlich zynisch. Wobei die Inszenierung diesen Zynismus durchaus eingeplant hat, also diese Sichtweise ist Absicht von Sebastian Zarzutzki.“
Gerrit Stratmann

o-ton online, 15.11.2018
„Die Schauspieler und Musiker ziehen die Besucher in ihren Bann und fesseln sie eineinviertel Stunden lang. Nach rauschendem Beifall gibt es noch ein Medley der vorgetragenen Titel. Ob man den Thesen Hararis folgen möchte oder nicht, Zarzutzki gelingt es, das Denken aufzulockern. Mehr kann man vom Theater kaum erwarten.“
Michael S. Zerban

Theater pur, 20.11.2018
Das Publikum erlebt einen höchst vergnüglichen Abend, hat doch Zarzutski Hararis bös-kritische Betrachtung der Menschheitsgeschichte (Harari: „Als Historiker, der Interesse an der Zukunft hat, habe ich eine Sorge, dass nicht künstliche Intelligenz die größte Gefahr für die Menschheit darstellt, sondern natürliche Dummheit.“) mit bekannten Songs - u.a. „The Final Countdown“/Europe; „Sweet Dreams are made of this“/Eurythmics und Livemusik (hervorragend Jürgen Dahmen und Stefan Gesell) ergänzt und so eine unterhaltsame Bühnenshow, inklusive Showtreppe und Bühnennebel, kreiert. Das stimmgewaltige Ensemble - Kathrin Berg, Johanna Freyja Iacono-Sembritzki, Richard Lingscheidt, Rainer Scharenberg - glänzt in der Rolle der Entertainer."
Antje van Bürck
Hier geht es zur Online-Kritik.

Gemessen an der Zeitspanne, in dem es auf unserem Planeten Leben gibt, ist das rätselhafte Auftreten der menschlichen Spezies nicht länger als ein Wimpernschlag. Doch in dieser kurzen Zeit hat der Mensch durch seine Fähigkeit der Sprache und des abstrakten Denkens Erstaunliches und zugleich Beängstigendes geschaffen: Von der Keule bis zur Atombombe, von der Naturreligion bis zum Weltwirtschaftssystem. Dass wir unseren Planeten unwiderruflich in Besitz genommen haben, ist nicht zu leugnen – und diese Entwicklung geht noch weiter: Die Ressourcen werden knapper und künstlich intelligente Systeme übernehmen immer größere Bereiche in unserem Alltag. Wie die Geschichte wohl weiter gehen wird?

Inspiriert vom Bestseller „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ des israelischen Historikers Yuval Noah Harari bringt Sebastian Zarzutzki eine raffinierte Collage aus eindrucksvollen Bildern, Live-Musik und verblüffenden Thesen und Fakten auf die Bühne. Eine Revue, die nicht weniger als hunderttausend Jahre Menschheitsgeschichte an einem Abend erzählt.
Autor und Regisseur Sebastian Zarzutzki ist als Dramaturg, Regisseur und Autor schon viele Jahre am RLT Neuss tätig. Zudem ist er Musiker, Komponist und Arrangeur und hat schon einige Arbeiten für das Rheinische Landestheater entwickelt, die dem Publikum sicher lebhaft in Erinnerung sind, wie den erfolgreichen Liederabend „Rio Reiser – Wann, wenn nicht jetzt?“. Zarzutzkis Arbeiten zeichnen sich durch eine hohe Musikalität, geistreiche Texte und unterhaltsame Überraschungsmomente aus, welche es mit Sicherheit auch in „Die kurze Geschichte der Menschheit“ zu erleben gibt…


Wenn Sie mehr wissen wollen

"Das letzte Kapitel" - Essay von Dramaturgin Marie Johannsen